1963–1978

Wayne J. Hilmer Sr. hatte sein erstes Flugzeug gekauft, bevor er eine Pilotenlizenz besaß. Er hatte etwas verstanden, worauf sich der Markt noch nicht eingestellt hatte: Die erste Generation von Businessjets ging in Dienst, und wenn deren Erstbesitzer eines Tages weiterziehen wollten, gab es keine Infrastruktur, um diese Transaktion abzuwickeln. Keine Datenbank. Keine etablierten Protokolle. Keinen Markt.

Omni baute einen auf.

Im Juli 1963 — im selben Monat, in dem die ersten LearJet-Modelle 23 und 24 in Dienst gestellt wurden — eröffnete Omni Aircraft Sales am Hyde Field, unmittelbar vor den Toren von Washington D.C., und begann, einen Gebrauchtmarkt für LearJet, Jetstar, Sabreliner und Gulfstream zu etablieren. Das Unternehmen entwickelte und verfeinerte die Angebots-, Annahme- und Vertragsprotokolle, die bis heute branchenweiter Standard im Flugzeugverkauf sind — zu einer Zeit, in der der Fernschreiber der Stand der Technik in der globalen Kommunikation war. 1966 wurde es Mitglied der National Business Aviation Association. 1967 zog es in moderne Geschäftsräume in der 2401 Virginia Avenue, direkt neben dem Watergate-Komplex — im selben Jahr, in dem das Washingtonian Magazine Wayne Hilmer und Omni zu den „führenden Händlern gebrauchter Flugzeuge der freien Welt" erklärte. 1971 schuf Omni die weltweit erste umfassende Datenbank von Privatjets und ihren Eigentümern.

Die Transaktionen jener Jahre zeigen, was diese Infrastruktur hervorbrachte:

1972 — Omni verleast Flugzeuge an Air America während des Vietnamkriegs.

1973 — Frank Sinatras Gulfstream II, Seriennummer 67, im Dezember gekauft und an die Regierung von Liberia weiterverkauft.

1975 — Nach Kriegsende liquidiert die CIA die verbliebene Flotte von Air America über Omni: eine Twin Otter, dann die Bell-204B-Hubschrauber, die Saigon evakuiert hatten — wobei jeder Dollar an das US-Finanzministerium zurückfloss.

1975 — Im August desselben Jahres beauftragt Elvis Presley Enterprises Omni mit dem Verkauf von Presleys Gulfstream G-I und Jet Commander.

1976 — Hugh Hefners Playboy-DC-9 „Black Bunny", im März gekauft und an AeroMexico weiterverkauft.

1977 — Flugzeuge von Presley, Sinatra und dem saudischen Prinzen Fahd, gehandelt auf der Paris Air Show.

In den 1970er-Jahren führte Omni den Research Call ein — die regelmäßige, direkte Ansprache jedes Eigentümers im Register, eine Praxis, die Wettbewerber später übernahmen und die das Unternehmen bis heute pflegt. Der Name geht auf das Omni-VOR-Funkfeuer zurück; im Griechischen bedeutet er in alle Richtungen.